Wo fotografiert man den Grand Veymont und die Vercors-Hochebenen?
Veröffentlicht am 23. Juli 2026
Als höchster Punkt des Vercors mit 2.341 Metern überragt der Grand Veymont sowohl den Trièves als auch die Hochebenen. Er kann von Gresse-en-Vercors aus als große Kalksteinpyramide, vom Pas de la Ville aus als mineralischer Gipfel oder von Pré Peyret und der Queyrie-Ebene aus als östliche Grenze einer weiten Wildnislandschaft fotografiert werden.
Dieser Bereich erfordert mehr Vorbereitung als die leicht zugänglichen Aussichtspunkte des Massivs. Die Entfernungen sind lang, Wasser ist knapp, die Beschilderung im Reservat ist bewusst begrenzt und Nebel kann die Orientierung erschweren. Die Fotografie gewinnt jedoch eine besondere Tiefe: weite Flächen, Hakenkiefern, Karst, Steinböcke, Hütten, Seitenlicht und fast wüstenähnliche Silhouetten.
Dieser Leitfaden ergänzt unsere Hauptseite Wo fotografiert man den Vercors? und den Leitfaden zum Mont Aiguille, Chichilianne und Gresse-en-Vercors.
Wichtig: Die Hochebenen sind keine erschlossene Kulisse. Das Fehlen von Straßen, die begrenzte Beschilderung, der Wassermangel und die Wetteränderungen erfordern eine echte Autonomie. Eine Foto-Exkursion sollte eine vorbereitete Bergtour bleiben.
Das Wichtigste in 30 Sekunden
- Höhe: 2.341 Meter, höchster Punkt des Vercors-Massivs.
- Am besten zugänglicher Ausblick: die Ebene von Gresse und die Straßen um Gresse-en-Vercors.
- Klassischer Gipfelzugang: über den Pas de la Ville von Gresse aus, je nach Bedingungen.
- Wildeste Atmosphäre: Pré Peyret, Queyrie-Ebene und Hochebenen.
- Gesamtansicht: Plateau de Beure, mit einer sehr langen offiziellen Route zum Gipfel.
- Bestes Licht: Sonnenaufgang, später Nachmittag und Aufhellungen nach Störungen.
- Hauptrisiko: Nebel, Wind, Wassermangel und schwierige Orientierung.
- Wichtige Regel: Hunde und Feuer im Reservat verboten.
Grand Veymont oder Hochebenen: Welchen Bereich wählen?
| Bereich | Motiv | Zugang | Licht | Engagement |
|---|---|---|---|---|
| Ebene von Gresse | Grand Veymont, Dorf, Wiesen und Ostbarriere | Einfach bis variabel | Sonnenaufgang, Sonnenuntergang, Winter | Gering |
| Pas de la Ville | Nordwand, Grate und Öffnung zu den Plateaus | Bergwanderung | Morgen, Seitenlicht | Hoch |
| Gipfel | Trièves, Mont Aiguille und Hochebenen | Anspruchsvoller Aufstieg | Sonnenaufgang oder später Nachmittag je nach Sicherheit | Sehr hoch |
| Pré Peyret | Hütte, Kiefern, weite Flächen und Himmel | Lange Wanderung | Morgen, Abend, wechselhaftes Wetter | Hoch |
| Ebene von Queyrie | Karst, einzelner Baum, Mont Aiguille und Veymont | Orientierung erforderlich | Streiflicht | Hoch |
| Plateau de Beure | Gesamtblick auf die Plateaus und Südzugang | Straßenzugang dann Wanderung | Morgen, Herbst, Winter | Variabel |
1. Den Grand Veymont von Gresse-en-Vercors aus fotografieren
Von der Ebene von Gresse aus bildet der Grand Veymont eine helle Masse über den Wiesen. Dies ist die beste Option, um den Gipfel zu bearbeiten, ohne sich sofort auf eine lange Wanderung einzulassen.
Die Landschaft besteht aus mehreren Ebenen: Wiesen, Weiler, Waldränder, Berghänge und dann Felsen. Ein mittleres Teleobjektiv ermöglicht es, diese Ebenen zu komprimieren und dem Gipfel mehr Präsenz zu verleihen.
Sonnenaufgang und Schatten in der Ebene
Beim Sonnenaufgang können die ersten Strahlen die Grate vor der Ebene erreichen. Dieser Lichtunterschied erzeugt ein sehr alpines Bild. Behalten Sie die dunklen Bereiche bei, anstatt zu versuchen, alles aufzuhellen: Sie verstärken die Höhe des Reliefs.
Nach einem Schneefall
Schnee vereinfacht die Ebene und hebt die Linien der Hecken, Straßen und Wäldchen hervor. Suchen Sie nach einem minimalen Vordergrund: einer Geländekurve, einem Waldrand oder einer Spur. Zu viele Elemente reduzieren den grafischen Effekt.
Den Grand Veymont mit dem Mont Aiguille verbinden
Von einigen Aussichtspunkten um Gresse können die beiden Gipfel in dieselbe Komposition gelangen. Eine lange Brennweite rückt die Reliefs optisch näher zusammen. Überprüfen Sie jedoch, ob das Bild eine klare Lesbarkeit behält und nicht zu einer Ansammlung von Graten wird.
2. Fotografieren vom Pas de la Ville
Der Pas de la Ville verbindet den Bereich von Gresse mit den Hochebenen. Er bietet eine viel mineralischere Ansicht des Grand Veymont und markiert den Übergang zwischen den östlichen Hängen und dem offenen Raum des Reservats.
Der Aufstieg selbst verdient bereits mehrere Stopps, besonders wenn die Felsen zwischen den Bäumen auftauchen. Vermeiden Sie es jedoch, den Pfad zu verlassen, um ein paar Meter zu gewinnen: Die Hänge sind fragil, und Erosion wird in frequentierten Gebieten schnell sichtbar.
Die Linien des Pfades nutzen
Der Weg kann als Leitlinie dienen, sollte aber den Rahmen nicht abrupt durchschneiden. Suchen Sie eine Kurve oder einen seitlichen Durchgang, anstatt eine Spur, die genau aus der Mitte kommt.
Die Schichten des Reliefs fotografieren
Beim Blick zurück zum Trièves ergeben die aufeinanderfolgenden Grate sehr tiefe Bilder, besonders wenn Nebel oder Regen die Ebenen trennt. Eine Brennweite von 70 bis 200 mm funktioniert besonders gut.
3. Der Gipfel des Grand Veymont
Der Gipfel eröffnet ein Panorama auf den Trièves, den Mont Aiguille, den Dévoluy und die Hochebenen. Die Versuchung ist groß, alles in ein sehr weites Panorama aufzunehmen. Doch die stärksten Bilder sind oft selektiver: eine Gratlinie, ein Wolkenmeer, ein Steinbock am Rande des Plateaus oder eine Lichtung auf dem Mont Aiguille.
Nicht von einem einzigen Panorama abhängig sein
Bereiten Sie mehrere Brennweiten vor. Der Weitwinkel zeigt die Leere und Weite, während das Teleobjektiv die entfernten Reliefs isoliert. Ein zusammengesetztes Panorama kann funktionieren, erfordert aber gleichmäßiges Licht und ein Stativ oder eine sehr stabile Rotation.
Den Wind bewältigen
Der Gipfel ist exponiert. Erhöhen Sie die Verschlusszeit, anstatt sich systematisch auf das Stativ zu verlassen. Ein im Wind flatternder Gurt oder eine schlecht befestigte Gegenlichtblende reichen aus, um Verwacklungen zu verursachen.
Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang: realistisch bleiben
Extremes Licht ist nur sinnvoll, wenn der Zugang und die Rückkehr beherrscht werden. Eine Nacht auf den Hochebenen erfordert vollständige Autonomie, ein den Vorschriften entsprechendes Biwak und gute Orientierungsfähigkeiten.
4. Pré Peyret und die Hochebenen des Vercors
Pré Peyret ist ein wichtiger Knotenpunkt im Süden des Reservats. Die Hütte, die Hakenkiefern, die kurzen Rasenflächen und die fernen Reliefs bilden eine Landschaft, die sich stark von den östlichen Felsen unterscheidet.
Die Fotografie basiert hier auf Einfachheit. Eine isolierte Hütte, ein Baum, eine Spur im Gras oder eine Wolke genügen, um dem Raum eine Größenordnung zu verleihen. Ein Ultraweitwinkel ohne Vordergrund erzeugt oft ein leeres Bild.
Die Hütte fotografieren, ohne zu stören
Die Hütte ist eine geteilte Unterkunft, kein privater Hintergrund. Blockieren Sie nicht den Eingang, verrücken Sie keine Gegenstände und respektieren Sie die anwesenden Personen. Eine Außenansicht mit einem Wanderer in der Ferne kann die Größenordnung vermitteln, ohne den Ort in ein Studio zu verwandeln.
Den Himmel bearbeiten
Auf den Hochebenen nimmt der Himmel naturgemäß einen großen Platz ein. Strukturierte Wolken können die Hälfte des Bildes ausmachen. Ist der Himmel einheitlich, reduzieren Sie seine Präsenz und suchen Sie mehr Texturen am Boden.
5. Die Ebene von Queyrie
Die Queyrie-Ebene ist bekannt für ihre Kalksteinlandschaften, Spuren alter Besiedlung, isolierte Kiefern und offene Ausblicke auf den Mont Aiguille und den Grand Veymont. Sie funktioniert besonders gut bei tiefem Licht, das die Reliefs des Karstfeldes offenbart.
Die offensichtlichste Komposition besteht darin, einen isolierten Baum als Ankerpunkt zu verwenden. Vermeiden Sie es jedoch, immer wieder die gleiche Bildkomposition mechanisch zu reproduzieren. Ändern Sie Abstand, Höhe und Brennweite, um ein persönliches Bild zu erstellen, ohne empfindliche Bereiche zu betreten.
Karst und Streiflicht
Die Felsspalten des Kalksteins werden bei Sonnenauf- und -untergang zu grafischen Linien. Mittagslicht lässt sie verblassen. Ein Standardobjektiv ermöglicht intimere Bilder als ein sehr weites Panorama.
Nebel und Orientierung
Die Ebene wird schnell schwer zu erkennen, wenn die Sicht nachlässt. Warten Sie nicht, bis Sie vollständig eingehüllt sind, um Karte und Kompass zu konsultieren. Das Telefon sollte nicht die einzige Navigationslösung sein.
6. Das Plateau de Beure: Überblick und südlicher Zugang
Das Plateau de Beure ermöglicht den Zugang zum südlichen Teil der Hochebenen. Die offizielle Route zum Grand Veymont wird als sehr schwierig angegeben: etwa 30,8 Kilometer, 11 Stunden und über 1.600 Höhenmeter.
Es ist nicht notwendig, die gesamte Schleife zu absolvieren, um interessante Bilder zu erhalten. Die Umgebung des Plateaus ermöglicht es bereits, die Wellen, Kiefern, Herbstlichter und die Offenheit zu den weiten Flächen zu bearbeiten.
Im Winter ändert sich der Sektor komplett. Die Markierungen können zugeschneit und Karstlöcher durch den Schnee verdeckt sein. Eine winterliche Foto-Tour erfordert angepasste Kenntnisse und Ausrüstung.
Steinböcke fotografieren, ohne sie zu stören
Der Grand Veymont beherbergt regelmäßig Steinböcke. Ihre Anwesenheit darf niemals dazu führen, den Weg zu verlassen, ein Tier einzukreisen oder sich zu nähern, um das Bild auszufüllen.
- Verwenden Sie eine lange Brennweite;
- Bleiben Sie ruhig und lassen Sie einen Fluchtweg;
- Füttern Sie niemals ein Tier;
- Verfolgen Sie keinen Steinbock, der sich entfernt;
- Vermeiden Sie die Veröffentlichung eines zu genauen Standorts für eine sensible Szene;
- Stellen Sie keine Gruppe zwischen das Tier und den Abgrund.
Eine distanziertere Fotografie, die das Tier in die Landschaft integriert, erzählt oft besser von den Hochebenen als ein enges Porträt, das auf Kosten einer Störung erzielt wurde.
Licht, Nebel und Wetter auf den Hochebenen
Streiflicht
Es offenbart die Karstfelder, die Geländeformationen und die Kiefern. Ein kleiner heller Bereich in einer dunklen Landschaft kann ausreichen, um das gesamte Bild zu strukturieren.
Nebel
Nebel schafft minimalistische Bilder, birgt aber auch ein großes Orientierungsrisiko. Verfolgen Sie niemals eine fotografische Absicht, wenn Sie die Orientierung verlieren.
Gewitter
Die Plateaus bieten wenig natürlichen Schutz. Überprüfen Sie die Wetterentwicklung vor der Abreise und geben Sie frühzeitig auf. Bis zur letzten Minute zu warten, kann Sie auf mehreren Kilometern exponiert lassen.
Wind
Wind kühlt schnell aus und macht das Stativ weniger effektiv. Bevorzugen Sie eine höhere Verschlusszeit und schützen Sie die Ausrüstung vor Staub oder Schneeverwehungen.
Welche Jahreszeit wählen?
Später Frühling
Die Hochebenen ergrünen allmählich. Schneefelder können noch bestehen und bestimmte Passagen erschweren. Die Tierwelt ist empfindlich: Bleiben Sie auf den Routen und halten Sie Abstand.
Sommer
Die Zeit erleichtert lange Überquerungen, setzt aber Hitze, Gewittern und Wassermangel aus. Sehr frühe Abfahrten sind oft vorzuziehen.
Herbst
Das Licht wird tiefer und die Kiefern treten besser hervor. Die Nächte sind kalt und die Tage kurz, was eine beträchtliche Zeitreserve erfordert.
Winter
Die Landschaft wird spektakulär, aber viel anspruchsvoller. Orientierung, Schneewechten, verdeckte Löcher und Autonomie erfordern echte Erfahrung im verschneiten Gebirge.
Fotoausrüstung und Autonomie
- 24–70 mm: allgemeine Landschaft, Hütten und nahe Reliefs.
- 70–200 mm: Steinböcke, Kompression von Ebenen und fernen Gipfeln.
- Leichtes Stativ: nützlich für Biwak, aber mit dem Gesamtgewicht abzuwägen.
- Zusätzliche Batterien: Kälte reduziert deren Autonomie stark.
- Papierkarte und Kompass: unverzichtbar als Ergänzung zum GPS.
- Wasser: Nehmen Sie ausreichend Wasser mit und verlassen Sie sich nicht auf eine Quelle ohne aktuelle Informationen.
- Winddichte Kleidung: notwendig, auch wenn es im Tal mild ist.
Die beste Wahl ist nicht, alle Brennweiten mitzunehmen, sondern genügend Energie und Zeitreserve für die Rückkehr zu behalten. Ein Standardobjektiv und ein leichtes Teleobjektiv decken bereits das Wesentliche ab.
Reservat, Biwak und Vorschriften
Das Naturreservat der Hochebenen des Vercors schützt ein Gebiet ohne Straßen und dauerhafte Besiedlung. Hunde sind dort ganzjährig verboten, auch an der Leine. Feuer sind verboten und Biwakieren ist nur innerhalb der durch die geltenden Vorschriften festgelegten Zeiträume erlaubt.
Der Parc du Vercors weist auch darauf hin, dass einige Abschnitte nicht markiert sind und rät bei Nebel von der Route ab. Tiefflüge sind reglementiert: Überprüfen Sie die Sensibilitätszonen vor der Nutzung einer Drohne.
- Halten Sie Abstand zu Herden und umgehen Sie sie ruhig;
- Beachten Sie die Winterruhezonen;
- Nehmen Sie all Ihren Müll mit, auch organischen;
- Verwenden Sie Hütten nicht als garantierte Lösung: Sie können voll sein;
- Bauen Sie alle Biwak-Einrichtungen innerhalb der vorgeschriebenen Zeiten ab;
- Entnehmen Sie weder Blumen, Steine noch natürliche Elemente.
Den Grand Veymont als Fotobild entdecken

Sie können auch unsere Fotografien von Steinböcken auf dem Gipfel des Grand Veymont und alle unsere Fotobilder des Vercors entdecken.
FAQ: Grand Veymont und Hochebenen
Was ist der am besten zugängliche Aussichtspunkt auf den Grand Veymont?
Die Ebene von Gresse und die Straßen um Gresse-en-Vercors ermöglichen das Fotografieren des Gipfels ohne lange Wanderung.
Ist das Plateau de Beure ein einfacher Zugang zum Gipfel?
Nein. Die offizielle, vollständige Route zum Grand Veymont ist sehr lang und als sehr schwierig eingestuft. Die Umgebung des Plateaus bleibt interessant, ohne die gesamte Schleife zu absolvieren.
Kann man in den Hütten übernachten?
Die Hütten sind in Eigenverwaltung geöffnet, ohne Reservierung und Platzgarantie. Man muss autark bleiben und die Biwakregeln einhalten.
Darf man einen Hund mitbringen?
Nein, im Naturreservat der Hochebenen des Vercors, auch nicht an der Leine.
Gibt es Wasser auf den Hochebenen?
Wasser ist selten und Quellen können versiegt sein. Man muss mit ausreichender Autonomie starten und aktuelle Informationen überprüfen.
Wie fotografiert man Steinböcke?
Mit langer Brennweite, aus der Distanz und ohne ihr Verhalten zu verändern. Eine in die Landschaft eingebettete Szene ist oft ausdrucksstärker als ein Porträt aus nächster Nähe.